Advance Wars: Dark Conflict (NDS)

Die Panzer rollen wieder – jedoch ist nichts mehr wie es einmal war. | Nintendo DS | 04.02.2008 - 00:51:02

Genre: Strategie
Entwickler: Intelligent System
Verlag: Nintendo
Anzahl Spieler: 1 - 4/Wi-Fi
Sprache: Deutsch, Französisch, Englisch, Italienisch, Spanisch
Erschienen: 25.01.2008 (Nintendo DS)
                    
   


Die Panzer rollen wieder – jedoch ist nichts mehr wie es einmal war, eine düstere Zeit ist angebrochen in der Welt von Advance Wars: Dark Conflict!

Der nunmehr vierte Teil der Serie und zweite Teil für den Nintendo DS rollt eine tragische Geschichte auf euren Handheld. Die Geschehnisse setzten unmittelbar nach verheerenden Meteoriteneinschläge auf die Erde ein. Der Staub verdunkelt die Sonne, es gibt keine Vegetation mehr, alles liegt in Staub und Asche, als ihr von Kommandeur O'Brian gerettet werdet. Aufgrund des schrecklichen Unglücks seid ihr nicht in der Lage gewesen eure Ausbildung zum KO zu beenden. Im Vergleich zu all euren verunglückten Kameraden werdet ihr jedoch noch die Chance haben, das Erlernte anzuwenden.
In einer vernichteten Welt gibt es keinen Staat und keine geschriebenen Gesetze mehr. Die Welt ist fernen gekennzeichnet durch Plünderungen und das Gesetz des Stärkeren. Wohl dem, der einen großen Panzer hat!

Somit befinden wir uns bereits im Kernstück des Spiels, der Kampagne. Ed ist euer Name und euch treibt die Suche nach unschuldigen Verletzten, Vorräten, Nahrung und einer neuen heilen Welt unaufhaltsam an. An der Seite von KO O'Brian und Lin, der stellvertretenden KO, stoßt ihr jedoch sehr schnell auf Widerstand. Dabei sind es nicht nur Plünderer, denen ihr ein Dorn im Auge seid, sondern auch einem größenwahnsinnigen General und anderen zwielichtigen Gestalten. Auf eurem Weg von Mission zu Mission erlangt ihr weitere Kenntnisse über die Strategie und Brutalität eines Kriegsschauplatzes. Nach und nach macht ihr euch bekannt mit den verschiedensten Einheiten, Umgebungen und Feindestechnologien. Doch nicht nur der Feind macht euch zu schaffen. Neben den verängstigten und ungerechten Zivilisten bricht nämlich auch noch eine mysteriöse Krankheit aus. Einige Menschen sind parasitenähnlich von Blumen befallen, was sie letztendlich das Leben kostet. Wird es euch gelingen den Ausbruch der Epidemie unter den letzten noch lebenden Menschen zu verhindern? Ist diese Epidemie möglicherweise gar kein natureller Zwischenfall, sondern von Menschenhand erschaffen und eingesetzt? Wird die Welt je wieder den blauen Himmel sehen und glücklich werden? Es liegt in euren Händen!

Am Spielprinzip an sich wurde unterdessen jedoch kaum etwas verändert. Jede Runde könnt ihr eure Streitkräfte bewegen, sie sich im Wald verstecken, Gebäude einnehmen oder angreifen lassen. Das rundenbasierte System ist natürlich erhalten geblieben. Anhand der über 20 verschiedenen Einheiten und ihren jeweiligen Spezifikationen bietet sich euch einmal mehr eine Vielzahl an strategischen Möglichkeiten. Eine Änderung ist der Erfahrungswert einer Einheit. Räumt ihr eine gegnerische Einheit aus dem Weg, so erreicht ihr die erste von drei Erfahrungsstufen. Je mehr Gegner ihr also von der Karte gefegt habt, desto erfahrener und somit stärker werden eure Einheiten.

Wo Advance Wars ist, dürfen natürlich große Panzer ebenso wenig fehlen, wie die KO-Gaben. Dieses Prinzip wurde jedoch leicht verändert. Ihr könnt nun in Fabriken und eurem Hauptquartier euren KO einer Einheit zuordnen. Dies hat nicht nur zur Folge, dass ihr direkt die höchste Erfahrungsstufe erreicht, ihr könnt auch erst dann eure KO-Gabe sammeln und einsetzen. Einheiten in eurem Umkreis werden durch eure Anwesenheit beflügelt, wodurch ihre Angriffs- und Verteidigungswerte steigen. Sollte die Einheit mit eurem KO zerstört werden, sinkt eure Gabenleiste auf 0 und ihr könnt euren KO einem neuem Fahrzeug zuweisen.

Die gesonderten Missionen, die nicht mit der Story im Zusammenhang stehen, sondern als besondere Szenarien auswählbar waren, sind bei Dark Conflict zu Randmissionen während der Kampagne verkommen.

Wer gerade keine Freunde zur Hand hat, der kann sich welche über das Wi-Fi Netz von Nintendo suchen. An sich immer eine gute Sache, jedoch wird man auch mit einigen Problemen konfrontiert. Lässt man sich einen Gegner suchen, so kann man zwar nach einem ungefähr gleichstarken oder einem beliebigen Gegner suchen, jedoch wartet man zumeist über eine Minute, bis jemand gefunden wird. Manchmal auch länger. Woran bemessen wird, dass ein Gegner gleich stark sein soll, bleibt ebenso ein Geheimnis von Nintendo, wie die Frage, welche Karte gespielt wird. Diese sind jedoch leider teilweise so aufgebaut, dass von Chancengleichheit keine Rede sein kann.

Wenn der Gegner den Vorteil des ersten Zuges hat, sollte er nicht auch das 2-3fache Budget haben. Andererseits kann die Verteilung der Fabriken und Städte auch für den 2. Spieler so vorteilhaft sein, dass man gegen einen gleichstarken Gegner absolut chancenlos ist. Hinzukommt die überaus lange Bedenkzeit pro Zug pro Spieler und das Rundenlimit. Auch wenn 120 Sekunden nicht allzu lange erscheinen, so kommt doch in einem 30 Runden Spiel eine Wartezeit von bis zu einer Stunde auf, in der der Spieler nur zuschaut. Wer diese Geduld nicht aufbringen kann, wird sich wohl mit der normalen KI (künstlichen Intelligenz) bekriegen müssen.

Grafik:
Wer Advance Wars kennt, weiß, dass die Grafik bereits seit dem GBA in einem Cartoonstil gehalten war und äußerst bunt war. Zudem haben sich die Kampfanimationen so gut wie gar nicht geändert über die ersten drei Teile. In Advance Wars: Dark Conflict erwartet euch eine etwas düstere Welt. Zwar ist der typische Stil sofort wieder zuerkennen, jedoch ist alles ein wenig dunkler geworden.

Die Kampfanimationen sind deutlich verändert worden. Es wurde versucht einen 3D-Effekt zu kreieren. Es leiden jedoch einige Texturen darunter, was sehr schade ist. In der Kartenansicht könnt ihr nun auch ein wenig heranzoomen. Die eigentliche Eigenschaft scheint jedoch die veränderte Darstellung der Einheiten zu sein, welche nicht wie gewöhnlich in 2D auf der Karte kleben, sondern sich in veränderter Pose in 3D zeigen. Dies sieht wiederum sehr gut aus.

Schade jedoch nur, dass man dabei nur einen kleineren Teil der Karte auf dem Bildschirm bekommt und daher doch zumeist im 2D-Modus in die Schlacht zieht. 

Sound:
Der Sound ist atmosphärisch und ohne jeglichen Makel.

Steuerung:
Ihr werdet vor die Wahl gestellt mit dem Stylus eure Einheiten zu positionieren oder, wie gewohnt, mit dem Steuerkreuz und dem A-Knopf. Letzteres erscheint vorzugswürdig, da ihr so einfach schneller und bequemer handeln könnt. Die Steuerung ist etwas, was noch nie bei Advance Wars im Vordergrund stand und auch nicht stehen muss, da die perfekte Steuerung für dieses Spiel bereits von Teil 1 an gefunden war. 

Test von:
Sven Schneider


Advance Wars: Dark Conflict hat versucht viele Dinge zu verbessern, was jedoch im Endeffekt nur begrenzt erfolgreich war. Zweifelsohne wird der Titel jedem AdvanceWars-Anhänger viel und lange Freunde bereiten. Doch die Mankos im Bereich Multiplayer, Statistiken und Freischaltbares zur Motivation sind nicht unerheblich. Der Wi-Fi Modus an sich ist eine tolle Sache.

Die fehlende Chancengleichheit und die langen Wartezeiten machen dieses Feature teilweise unbrauchbar. Dem zwar umfangreichen, aber unausgegorenen Statistikbereich, der lediglich 3 Medaillen verleiht und kein Rangsystem bietet, kann selbst keine Medaille verliehen werden. Auch der fehlende Shop für eine Menge Freischaltbares zieht das ansonsten tolle Gesamtbild ein wenig runter.

Es bleibt ein toller Titel, der jedoch sehr viel besser hätte sein können. AdvanceWars-Neulingen sei Advance Wars: Dual Strike empfohlen. Alle anderen können sich bei Advance Wars: Dark Conflict jedoch auch auf 20+ an sehr guter Spielzeit freuen!



• über 20 verschiedene Einheiten
• Eine tolle Story
• Enormer, fast unerschöpflicher Umfang
• Karteneditor
• dank Wi-Fi Gegner weltweit



• die Wartezeiten bei Nutzung der Wi-Fi
• keine Chancengleichheit durch zufälliges Kartensystem online
• kaum Langzeitmotivation durch beispielsweise ein Rangsystem
• nur die Wahl zwischen altbackener Grafik oder dem neuen, jedoch unbrauchbaren Grafikstil im Zoom
• Mikronutzung nur mit Freundescodes
• Einheiten sind nicht so gut ausbalanciert, wie in den Vorgängern










Zusätzliche Informationen:
  
Bilder zu Advance Wars: Dark Conflict (NDS)


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