Tomadachi Life

Was machen die Miis in ihrer Freizeit? | Nintendo 3DS | 27.06.2014 - 18:01:10

Genre: Simulation
Entwickler: Nintendo
Verlag: Nintendo
Anzahl Spieler: 1
Sprache:
Erschienen: 06.06.2014 (Nintendo 3DS)
                    
   


Tomadachi Life

Was machen die Miis in ihrer Freizeit?

Mit einem Titel der eher nach einem Japan-exklusiven 3DS-Spiel klingt, bringt Nintendo die Lebenssimulation namens Tomodachi Life auf den westlichen Markt. Lebenssimulation? Haben wir doch schon mit Animal Crossing, möchte man denken. Aber hier stehen "echte" Personen im Vordergrund - jedenfalls in Gestalt der Miis. Wer ihnen beim Singen, Spielen, Tanzen, streiten, sich verlieben und Freunde finden zusehen will, ist mit Tomodachi Life gut beraten!

Einzug!
Alles beginnt auf einer grünen Insel, umgeben von blauen Gewässern. Die Insel ist jedoch noch komplett unbewohnt, nur ein riesiger Wohnungsblock steht dort auf einem Berg. Und hier kommt ihr ins Spiel: Ihr könnt jeden erdenklichen Mii einziehen lassen, und von dort an zusehen, was sie so den ganzen Tag über treiben. Die Miis können vom eigenen 3DS-System kommen, per QR-Code übertragen werden, oder natürlich einfach komplett neu erstellt werden.

Natürlich fangen die meisten mit dem eigenen Mii an, da die Miis jedoch so ziemlich alles und jeden darstellen können, ist es auch kein Problem Personen wie Mario, Harry Potter oder Batman einziehen zu lassen. Und genau das ist auch der große Pluspunkt von Tomodachi Life, denn der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wer immer schon von Hollywood träumt, lässt einfach einen Haufen Schauspieler und Schauspielerinnen-Miis im Block einziehen, und schon bald wird man zu gemeinsamen Shoppingtouren eingeladen. Oder ihr erstellt ein ganzes Fußballteam und macht eine gesamte Etage zum Trainingscamp eures Lieblingsvereins. Alles ist möglich.

Emotion und Co.
Da die Miis aber an sich ja noch keine interessanten Persönlichkeiten haben, bestimmt ihr bei jedem Einzug einige Randpunkte, und gebt so jedem Mii eine einzigartige Persönlichkeit. Per Schiebereglern entscheidet ihr zwischen "kühl" und "lebhaft", "vorsichtig" und "sorglos", und 3 anderen Eigenschaften. Insgesamt können so 16 unterschiedliche Persönlichkeiten entstehen, von denen sich manche anziehen, andere wiederrum abstoßen, und einige sogar vielleicht für ein gemeinsames Leben geschaffen sind...?

Diese Persönlichkeiten sorgen dafür, dass jeder Mii seinen eigenen Tagesablauf hat. Anders als in Animal Crossing, seid ihr nicht nur für einen Charakter verantwortlich, sondern eine ganze Insel voll. Allerdings leben die Miis sehr viel selbstständiger, als euer Avatar in Animal Crossing: Sie gehen einkaufen, besuchen andere Miis, pflegen Freundschaften, oder gehen ihren Hobbys nach. Eure Aufgabe ist die eines allwissenden Beobachters, der immer mal wieder nachhilft. Kauft den Miis neue Klamotten, ernährt sie gesund und günstig (denn das Geld – übrigens in der Währung Euro – fällt nicht vom Himmel), und richtet ihnen eine schicke Bude ein.

Ein ganzes Leben
Das Interessanteste an Tomodachi Life ist definitiv die Entwicklung eurer Miis. Während beim vergleichbaren Animal Crossing höchstens die eigene Fischsammlung wächst, könnt ihr bei Tomodachi Life beobachten, wie geliebte Miis plötzlich zu Fernsehmoderatoren, Köchen, oder Familienoberhäuptern werden.

Zu Anfang schaltet ihr im Minutentakt neue Gebäude frei, die den Miis ihr Leben etwas leichter machen. Von diversen Einkaufshäusern, über Restaurants, zu Unterhaltungseinrichtungen und Entspannungsorten. Wenn euer Mii mal nicht zuhause ist, kann man mit einem Blick auf die Karte sofort sehen, wo er sich rumtreibt. Die ruhigeren Miis findet man beispielsweise oft bei einsamen Spaziergängen am Strand, wohingegen die aufgeschlossenen Miis gerne in der Konzerthalle ihre Gesangskünste zum Besten geben. Zwischen den Gebäuden wechselt man übrigens nur per Touchscreendruck, eine begehbare Oberwelt gibt es nicht.

Tomodachi Life bekam einiges an Publicity, als bekannt wurde dass die Miis im Spiel auch heiraten können – aber nur das andere Geschlecht. Gleichgeschlechtliche Ehen hat Nintendo nicht möglich gemacht. Mehr soll hierzu an dieser Stelle gar nicht gesagt werden, macht euch am besten selbst ein Bild darüber. Jedenfalls kann man (das andere Geschlecht) heiraten, und sogar Kinder bekommen. Da kann es schon zu lustigen Ergebnissen kommen, wenn die eigene Schwester plötzlich den Hulk heiratet, nur weil beide gerne Pommes essen und sich oft beim Einkaufen begegnen...

Eigenartig...
Seine japanische Herkunft merkt man dem Spiel definitiv an. Glücklicherweise ist Nintendo mittlerweile nicht mehr ganz so streng, was Veröffentlichungen im Westen angeht, sodass wir uns langsam schon an die japanische Skurrilität gewöhnen.
Angefangen bei den "Text-to-Speech" (diese Computerprogramme die Text in Sprache umwandeln, meist eher schlecht als recht) Stimmen eines jeden Miis, die mitunter wie Robo-Cop klingen und jeden Eigennamen zu 90% falsch aussprechen, bis hin zum abgefahrenen Karaoke-Humor, den viele hierzulande sicher nicht nachvollziehen können.

Multiplayerspaß
Bei einem Spiel das so viel Wert auf soziale Beziehungen legt, darf natürlich ein Multiplayemrodus nicht fehlen. 2 Spieler können sich lokal verbinden, und den Wohnkomplex des anderen besuchen, und neue Bekanntschaften machen. Um die Mitmenschen vom Spiel zu überzeugen, liegen jedem Exemplar zwei exklusive Demo-Codes bei, die man frei verteilen kann.

Auch die Streetpass-Funktionalität bietet sich hier förmlich an, so können fremde Miis mit fremden Persönlichkeiten eure Insel besuchen, und vielleicht sogar einziehen.

Test von:
Jan B.


Man muss ein gewisses Faible für die Miis, und ihre zufälligen Interaktionen haben, um Tomodachi Life genießen zu können. Wer ihnen beim Singen, Spielen, Tanzen, streiten, sich verlieben und Freunde finden zusehen will, ist mit Tomodachi Life gut beraten!

Wem hingegen Animal Crossing schon zu "ereignislos" bzw. sogar "langweilig" ist, der wird auch mit Tomodachi Life nicht glücklich, denn dazu  wiederholen sich die gesagten Sätze und die zu erledigenden Aufgaben & Minigames zu schnell, und ein richtiges Ziel fehlt vollends.



  • einzigartiges, fantasievolles Zusammenleben
  • volle Sprachausgabe...
  • kreative Freiheit



  • tristes Grafikdesign
  • ...die aber nur gruselig elektronisch klingt
  • keine frei begehbare Oberwelt
  • monotone Aufgaben & Minigames










Zusätzliche Informationen:
  
Bilder zu Tomadachi Life


Tomodachi Life
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