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Nintendo 3DS

Pokémon Mystery Dungeon: Portale in die Unendlichkeit

Fans erleben die Pokémon Mystery Dungeon-Serie erstmals in 3D

Volker Zockstein

Pokémon Mystery Dungeon: Portale in die Unendlichkeit

In der Datenbank

Pokémon Mystery Dungeon: Portale in die Unendlichkeit

Label / Entwickler
Spike Chunsoft
Vertrieb / Verlag
Nintendo
Genre
Rollenspiele
Format / Plattform
Nintendo 3DS
Medienformat
Nintendo 3DS Games Card
Altersfreigabe
Ohne Altersbeschränkung
Veröffentlichung
Nintendo 3DS: 17.05.2013
Anzahl Spieler
1 - 4 Gleichzeitig
Sprache
Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch

Pokémon Mystery Dungeon: Portale in die Unendlichkeit

Ich hab geträumt ich wäre ein Pokémon...
Habt ihr euch schon einmal gefragt wie es sich anfühlt ein Pokémon zu sein? Klein und süß, kaum groß genug um übers hohe Gras zu blicken. In der Mystery Dungeon Reihe habt ihr seit 2009 die Chance dazu. Während frühere Ableger stets – ganz in der Pokémon-Tradition – jeweils in zwei oder drei Editionen rauskamen, steht Portale in die Unendlichkeit diesmal ganz allein da, was dem Sammelwahnsinn aber keinen Abstrich macht.

Einde Demo für den 3DS gibt es über den QR-Code

Wo...bin ich? Was bin ich?
Portale in die Unendlichkeit fängt etwas unkonventionell an. Ihr seid eigentlich ein Pokémontrainer und erwacht ganz plötzlich nachdem ihr aus dem Himmel gefallen seid. Zudem findet ihr euch nun in einem Pokémonkörper wieder und könnt deshalb mit anderen Taschenmonster sprechen. Vielleicht ist aber alles nur ein Traum? Inception lässt grüßen.

Jedenfalls dürft ihr euch dann im Prolog erst einmal für eines von 5 Pokémon entscheiden, über welches ihr die Kontroller übernehmt. Zur Auswahl stehen Pikachu, Serpifeu, Floink, Ottaro und Milza. Sekunden später wählt ihr aus den nunmehr vier übrig gebliebenen Pokémon einen Partner, der euch anschließend als KI folgt, bzw. anfangs eher anführt.

Ein Dungeon! Und noch einer!
Habt ihr eure süßen Monster ausgesucht, gehts los in den ersten Dungeon. Denn die Mystery Dungeon-Reihe ist – wie der Name es vermuten lässt – ein Dungeon-Crawler. Das spannende an diesem Konzept ist, dass die Dungeons jedesmal zufällig generiert werden, und so kein Erlebnis wie das andere ist. Das wünscht man sich jedenfalls. Denn das Gameplay nutzt sich erschreckend schnell ab. Wie immer beherrscht eurer Pokémon nur bis zu vier Attacken, die ihr in den Höhlen in Echtzeit einsetzt. Taktische Finesse kommt dabei durch die begrenzte Attackenanzahl auf, die starken Attacken wie Feuersturm sind seltener einsetzbar als der bekannte Tackle-Angriff.

Was selbstverständlich nicht fehlen darf, ist das Sammeln von Pokémon. Hier nennt es sich "Fangen von Freunden", eine Methode die sicherlich im echten Leben nicht so gut funktionieren würde. Insgesamt könnt ihr 144 der kleinen und großen Racker eurer Freundesliste hinzufügen, größtenteils aus der 5. Generation, also die Editionen Schwarz/Weiß.

Fröhliche, schöne Welt
Die Steuerung per Schiebepad ist aufgrund der Raster-artigen Struktur etwas ungünstig, per Steuerkreuz funktioniert es um einiges einfacher.
Gegenüber den DS-Teilen gibt es nun statt 2D-Sprites 3D-Modelle, die sich durchaus sehen lassen können. Auch der Sound ist typisch fröhlich gehalten, eine Sprachausgabe gibt es natürlich nicht. "Pika-Pika" darf man aber trotzdem öfter hören.

Chunsoft hat noch ein nettes AR-Feature eingebaut, bei dem ihr eure Konsole auf reale, runde Gegenstände richten müsst, damit dort ein Magnaportal erscheint. Dieses Portal führt euch dann in neue Dungeons. Außerdem gibt es Streetpass-Unterstützung, bei dem Team-Informationen ausgetauscht werden, und euch andere Spieler sogar aus Dungeons retten können.

Per Spot-Pass lassen sich zusätzliche Dungeons herunterladen, sowohl gratis, als auch kostenpflichtig.

Test von
Jan B.

Das GPW-Urteil

Fazit

Pokémon Mystery Dungeon: Portale in die Unendlichkeit sieht toll aus, versprüht den typischen Pokémoncharme, aber kann im Gameplay nicht lange mithalten.

Falls ihr in der Lage seid den Multicard-Multiplayer zu nutzen, zieht der Spielspaß etwas an, denn die fehlende Kontroller über eure Mitstreiter im Singleplayer ist mitunter frustrierend.

Für Fans sicher noch lohnenswert, alle Neueinsteiger werden auch bei diesem Ableger – trotz verbesserter Technik – nicht überzeugt.

Das gefällt uns

  • typischer Sammelwahn...
  • grafisch schick
  • fröhliche, Ohrwurmmelodien
  • AR-Spielereien
  • lokaler 4-Spieler Multiplayer

Das könnte besser sein

  • ...jedoch "nur" 144 Pokémon
  • Dungeon-crawling schnell eintönig
  • 3D-Effekt nichts besonderes
  • lange (Nonsens-) Textpassagen, nicht überspringbar
  • neue Dungeons per kostenpflichtigem DLC

Gesamtwertung

GPW-UrteilSolide

Die Wertung im Detail

Gameplay
Solide
Grafik
Sehr gut
Sound
Sehr gut
Steuerung
Gut

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