Nintendo Land

Hereinspaziert! Hereinspaziert! Willkommen in unserem virtuellen Vergnügungspark | Nintendo Wii U | 06.12.2012 - 19:13:54

Genre: Partyspiel
Entwickler: Nintendo
Verlag: Nintendo
Anzahl Spieler: 1 - 5 Mehrspieler-Modus: Simultan
Sprache: Deutsch
Erschienen: 30.11.2012 (Wii U)
                    
   




Ob im Premium Pack oder als Einzelkauf: Hier kommt Multiplayerspaß!

Für viele ist es erstaunlich, dass Nintendo die Wii U auch ohne Spiel ausliefert. Denkt man aber an frühere Konsolen-Releases zurück, muss man feststellen, dass es unter anderem auch den GameCube und das Nintendo 64 durchaus ohne Spiel zu erwerben gab. Insofern ist eher die Wii die Ausnahme gewesen, die mit Wii Sports einen Titel gleich mit dazugab. Bei der Wii bedurfte es auch eines allgemein zugänglichen Titels, um die besondere Art der Steuerung über die Wii-Mote zu demonstrieren. Eine entsprechende Einführung scheint für das Wii U-GamePad aus Sicht von Nintendo nicht mehr nötig zu sein. Angesichts der hohen Flächendeckung an Smartphones sind Touchscreens jedoch ohnehin bereits weit verbreitet. Insofern ist es nachvollziehbar, dass die Wii U auch ohne Titel vertrieben wird. Wer Nintendo Land spielen will, muss sich also entweder das Wii U-PremiumPack kaufen oder das Spiel separat im Handel.

Doch lohnt sich Nintendo Land denn überhaupt?
Es erwartet euch eine Minispielsammlung mit insgesamt 12 Minispielen. Davon könnt ihr manche nur alleine spielen und manche nur mit Freunden. Mehr Spaß macht es natürlich mit vielen. Das gilt vor allem für das erste Minispiel, welches wir kurz vorstellen: Mario Chase.

In Mario Chase spielt einer Mario, der sich auf einer großen Karte versteckt. Der sich versteckende Mario spielt mit dem GamePad und bekommt dort auch eine extra Karte angezeigt, auf der er auch sehen kann, wo die anderen sich gerade aufhalten. Ein unschätzbarer taktischer Vorteil. Durch den Bildschirm auf dem GamePad ist es nun möglich, solche „Versteckspiele“ entsprechend umzusetzen. Die anderen (1-4) Mitspieler sind als Toads unterwegs und spielen mit je einer Wii-Mote. Sie haben keine Karte, sondern nur ihr Sichtfeld und eine Anzeige, wie viele Meter sie noch von Mario weg sind. Damit kann man zumindest grob einschätzen, ob man in die richtige Richtung läuft. Die Toads müssen sich nun gut abstimmen, wo Mario möglicherweise erblickt wird und wie man ihn am besten einkesselt. Dabei hilft, dass die Arena in Farbabschnitte unterteilt ist, so dass man sich schnell kurzschließen kann. Mario hingegen kann nach einer gewissen Zeit in der Mitte der Arena einen Stern aufsammeln, der ihn deutlich schneller macht und damit wieder einen Vorsprung verschafft.

Egal, ob Mario die Zeit über nicht gefangen wurde oder ob die Toads ihn geschnappt haben, gibt es am Ende noch mal ein „Replay“ bei dem man die Laufweg alle Mitspieler noch mal nachvollziehen kann. Auch das führt regelmäßig zu Lachern. Insgesamt macht Mario Chase bei 5 Spielern extrem viel Spaß, weil es auch für Mario trotz der taktischen Vorteile richtig schwierig wird, zu entkommen. Schadenfreude ist vorprogrammiert.

Auch Marios Bruder hat ein eigenes Minispiel: Luigi‘s Ghost Mansion. Wieder spielt einer mit dem GamePad gegen bis zu 4 andere an der Wii-Mote. Diesmal muss der Geist die anderen fangen. Sein Vorteil: Er ist auf dem TV-Bildschirm grundsätzlich nicht zu sehen. Manchmal fällt ein Lichtschein in die Villa, so dass er zu sehen ist. Allerdings vibrieren die Wii-Motes immer stärker, je näher der Geist kommt. Zur Abwehr können die Spieler mit einer Taschenlampe den Geist abwehren. Jedes Mal, wenn der Lichtkegel den Geist erwischt, verliert dieser an Leben und kann auch ganz besiegt werden. Das Problem mit den Taschenlampen ist jedoch, dass die Batterie mit dem Gebrauch immer leerer wird. Dadurch verringert sich auch die Größe des Lichtkegels. Ist die Batterie ganz leer, seid ihr dem Geist hilflos ausgeliefert, bis ihr eine Batterie irgendwo einsammeln könnt. Auch mit vielen Freunden ein grandioses Spiel.

Das dritte und letzte Duell-Spiel kommt aus der Ecke von Animal Crossing. Der Spieler mit dem GamePad steuert zwei Gesellen, die mit überdimensionalen Messer und Gabel auf die Jagd gehen. Das Witzige: Ihr steuert beide gleichzeitig mit je einem Joystick und den Schultertasten. Dadurch könnt ihr selbst eure Gegner in die Zwickmühle treiben und dann überfallen. Die anderen müssen so schnell wie möglich eine gewisse Anzahl an Früchten einsammeln. Mit jeder Frucht werdet ihr aber langsamer, so dass es leichter wird euch zu fangen. Ihr könnte diese zur Flucht zwar wieder abwerfen, aber müsst dann entsprechend wieder mehr sammeln. Die Früchte liegen auf dem Boden verteilt und hängen zudem an Bäumen. Um die Früchte von den Bäumen auf den Boden zu holen, müsst ihr meist zu Mehreren auf den Plattformen vor den Bäumen stehen.



Bei den 6 Einzelspielen wollen wir für euch zwei herausheben:
Yoshi‘s Fruit Cart ist ein zeichnerisches Schätzspiel. Ihr zeichnet den Weg eines Yoshi-Carts zu der Tür zum nächsten Level. Dieses öffnet sich aber nur, wenn ihr auf dem Weg die verteilten Früchte sammelt. Der Clou an der Sache: Ihr zeichnet auf dem GamePad, seht die Früchte aber nur auf dem TV. Insofern müsst ihr euch an den Linien und Schatten orientieren, um abzuschätzen, wo die Früchte denn liegen. Was leicht beginnt wird in den späteren Levels extrem kompliziert und schwierig einzuschätzen.

Eine weitere interessante Nutzung des GamePads ist in „Captain Falcon‘s Twister Race“ zu finden. Ihr haltet das GamePad vertikal und blickt dabei in Vogelperspektive auf den Blue Falcon. Ihr steuert, indem das GamePad nach links und rechts neigt über den Parcours. Kommt ihr in einen Tunnel, könnt aus eurem Blickwinkeln von oben natürlich nichts mehr sehen und müsst daher euch kurz am TV orientieren. Die Steuerung funktioniert ziemlich gut und erfordert einige Bewegung.

Weiterhin gibt es noch 3 Co-Op-Spiele in Anlehnung an Zelda, Pikmin und Metroid. Bei Zelda beispielsweise kämpft ihr gegen eine Heerschar an Gegnern. Diejenigen mit der Wii-Mote schwingen ein Schwert, während der Spieler am GamePad mit Pfeil und Bogen aus dem Hintergrund unerreichbare Gegner aus dem Weg räumt oder neue Herzen sammelt. Zwei sehr unterschiedliche Gameplayerfahrungen, die beide Spaß machen.

Durch diese Hauptminispiele erwerbt ihr Münzen. Diese könnt ihr jahrmarktmäßig in einen Automaten werfen, um verschieden Knöpfe zu aktivieren. Habt ihr in einem Level alles aktiviert, erhaltet ihr ein Geschenk, welches euren Plaza „verschönert“. Nettes Beiwerk ist es allemal.

Grafik:
Optisch liegt Nintendo Land etwas überm bisherigen Wii-Niveau, ist aber im eher kindlichen und bunten Style gehalten. Wie so oft liegt halt das Hauptaugenmerk auf dem Gameplay und nicht auf der Grafik.

Sound:
Typisch lustige Nintendojingels, die stets gut ankommen. Zudem könnt ihr eine Soundbox im Münzspiel erwerben und dort typische alte Melodien abspielen.

Steuerung:
Sowohl über das GamePad, als auch über die Wii-Motes funktioniert sehr gut und überwiegend intuitiv.

Test von:
Sven Schneider


Insgesamt bietet Nintendo Land einige wirklich herausragende Minispiele, besonders ihr denn zu fünft seit. Qualität geht dabei klar vor Quantität. Gerade die Anzahl der Duell-Minispiele fällt mit 3 doch eher gering aus. Da aber auch die Einzelspieler-Spiele überzeugen, ist Nintendo Land als Starttitel für die Wii U uneingeschränkt zu empfehlen!



  • Im Multiplayer extrem spaßig
  • Kreative Nutzung der Möglichkeiten der Wii U
  • Auch interessante Varianten für Einzelspieler



  • Etwas geringe Anzahl an Minispielen
  • Man sollte im Multiplayer eigentlich mindestens zu viert sein, am besten mit insgesamt fünf Leuten










Zusätzliche Informationen:
  
Bilder zu Nintendo Land


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