StarFox 64 3D

Das Starfox-Rudel ist nach 14 Jahren zurück, um das Universum zu retten. Diesmal in 3D. | Nintendo 3DS | 14.09.2011 - 11:12:06

Genre: Action
Entwickler: Nintendo
Verlag: Nintendo
Anzahl Spieler: 1 (Download-Spiel: 2 - 4)
Sprache: Deutsch
Erschienen: 09.09.2011 (Nintendo 3DS)
                    
   


StarFox 64 3D
Das Starfox-Rudel ist nach 14 Jahren zurück, um das Universum zu retten. Diesmal in 3D.

Auf dem N64 war „LylatWars“ einer der Bestseller. Die Mischung aus sehr gut zu bewältigendem Schwierigkeitsgrad, hohem Wiederspielwert bis zur Perfektion, toller Grafik und nicht zuletzt die Einführung des RumblePacks für die N64-Controller haben viele damals lange an die Bildschirme gefesselt. Jetzt gibt es nach „The Legend of Zelda: Occarina of Time“ den zweiten Relaunch eines N64-Klassikers auf dem 3DS und wieder stellt sich die Frage, ob Nintendo alles richtig gemacht hat. Oder ist die Frage eher, was sie überhaupt falsch machen können?

Ihr steuert Fox in seinem Arwing und in jeweils einer Mission auch in einem U-Boot und einem Panzer. An eurer Seite ist die restliche Tierwelt vertreten. Falco der Vogel, der wie Fox vielen jüngeren Spielern wohl hauptsächlich aus der „Super Smash Brothers“-Reihe bekannt sein dürfte, Peppy der Hase und Slippy der Frosch. Eure Begleiter sind in erster Linie für moralischen Support, Ablenkungen und gefährliche Situationen verantwortlich, aus denen ihr sie befreien müsst. Der Hauptfokus liegt jedoch darauf dem Bösewicht Andross das Handwerk zu legen. Ausgehend von eurem Heimatplaneten Corneria, der gerade dabei ist in Schutt und Asche gelegt zu werden, liegt ein dreigleisiges Planetensystem zwischen euch und Andross. Welchen Weg ihr geht, hängt dabei zum Teil von eurer Leistung ab. Ihr seid nicht von Beginn an auf die leichte oder schwere Route festgelegt, sondern könnt euch auch immer noch hochkämpfen oder müsst gegebenenfalls wieder zurück. Nur wer über die harte Route zu Andross kennt, wird jedoch das „richtige“ Ende zu sehen bekommen. Wer es nicht auf Anhieb schafft, muss sich aber nicht zu sehr ärgern, viel Zeit verschwendet zu haben, denn einmal das Universum retten braucht nur ca. 1,5-2 Stunden. Insofern ist die Grundspielzeit bei StarFox wirklich gering. Dafür ist der Widerspielwert umso höher. Nicht nur wollt ihr alle Planeten bereisen und die unterschiedlichen Storys erfahren, sondern auch auf jedem Planeten eine solch gute Leistung zeigen, dass ihr die begehrten Medaillen einheimsen, die euch den höchsten Schwierigkeitsgrad freischalten.

Denn wenn man ehrlich ist, ist schon LylatWars beim reinen Durchspielen sehr einfach geworden. Umso erstaunlicher, dass Nintendo nicht nur die N64-Version aufgemotzt hat, sondern dazu auch einen noch leichteren Schwierigkeitsgrad angelegt hat. Wenn ich überlege, dass ich noch kurz vor meiner Teenagerzeit LylatWars gut bewältigen könnte, frage ich mich, auf welche Zielgruppen Nintendo hier abzielt, zumal die Altersfreigabe streng genommen ohnehin auf 12 Jahren liegt und das Acarde-Genre auch nicht unbedingt weibliche oder älter Spieler ansprechen dürfte.

Zu unterschieden sind noch die offene und geschlossene Formation. Während ihr in letzterer auf einer festen Bahn durch das Level gezogen werdet und dabei versucht möglichst viele Abschüsse zu erlangen und euer Team heil durch die gefahren zu leiten, könnt ihr in der offenen Formation frei herumfliegen. Beides funktioniert wie im Original absolut intuitiv und gut.

Im Menüpunkt „Schlacht“ könnt ihr gegen Freunde antreten. Ihr braucht hierfür nur ein Modul, könnt jedoch nicht online gegen andere Spieler kämpfen. Der Multiplayermodus war ohnehin nicht wirklich das Prachtstück von LylatWars und so bleibt es auch bei Starfox64 3D. Ein Ko-Op-Modus für die Story bleibt leider weiterhin verwehrt. Unter „Arcade“ könnt ihr jeweils bereits einmal in der Story erreichte Planeten versuchen einzeln zu meistern und die Vorgaben für Gold, Silber oder Bronze erfüllen

Sehr angenehm finde ich, dass man stets im unteren Bildschirm die Uhrzeit und die Akkuanzeige des 3DS gezeigt bekommt, so hat man stets den Überblick über Zeit und Ladestatus.

Das Prunkstück neben dem Gameplay bei Starfox64 3D sind Grafik und Endgegner. Gerade der 3D-Effekt gibt dem Ganzen eine gute Tiefe und verstärkt den Spielspaß. Die Charaktermodelle sehen wirklich gut aus und manche Planeten haben einen wirklich schönen neuen Touch bekommen. Die riesigen Endgegner, die heutzutage zwar nicht mehr so revolutionär sind, machen noch immer einen genausogroßen Spaß. Jeder Endgegner hat seine speziellen Schwachpunkte, die es auszunutzen gilt. Mein persönlicher Favorit ist wohl noch immer das Mutterschiff, dass doch sehr an den Film „Independance Day“ angelehnt ist. Macht euch aber ganz allgemein auf große Schlachten gefasst, vor allem im höheren Schwierigkeitsbereich.

Grafik:
Neu aufpoliert, in 3D und überhaupt wunderschön. Ob unter Wasser oder auf einem Lavaplaneten, Nintendo hat ganze Arbeit geleistet, um Starfox64 3D richtig schön zu machen. Jederzeit ein Genuss, solange ihr nicht mit MotionControl spielt, was wie immer den 3D-Effekt zerstört.

Beim Case vom Spiel wurde zum ersten Mal die neue „Loch-Struktur“ genutzt, so dass euch alle relevanten Charaktere angucken, wenn ihr das Spiel oder die Anleitung aus der Hülle holen wollt. Sehr schön gemacht.

Sound:
Wer das Original gespielt hat, wird seinen 3DS auf englisch umstellen. Damals gab es noch keine deutsche Sprachausgabe, aber die Kommentare haben sich dennoch eingebrannt, selbst wenn man damals des Englischen noch nicht mächtig gewesen ist. Die deutsche Synchro ist auch gut, aber hat nicht den Kultstatus des Originals („Never give up my son!“).

Steuerung:
Wie in jedem Flugspiel könnt ihr die y-Achse, also ob nach oben drücken auch nach oben fliegen bedeutet, umdrehen. Auch die Knöpfe könnt ihr neu belegen. Da man eigentlich immer am Schießen&Aufladen ist, fällt es schwer gleichzeitig weitere Knöpfe zu erreichen, was teilweise schon störend ist und den flüssigen Spielablauf hemmt. Wer gleichzeitig den Laser aufladen will, dabei im Turbo an einem Gegner vorbei, um gebremst eine enge Kurve im Anschluss zu fliegen, der wird sich die Finger verknoten. Schade eigentlich, aber das ist halt mehr ein Hardware-Problem des 3DS, ebenso wie kleinere Handkrämpfe. Ob das gerade angekündigte Zusatz-SlidePad für Abhilfe sorgen kann?

Test von:
Sven Schneider


Wenn man mal außer Acht lässt, dass Nintendo alte Klassiker „nur“ neu aufpoliert und als Vollpreisspiele auf den Markt bringt, kann man sich als Kenner des Originals freuen, es nun immer bei sich haben zu können. Nicht jeder hat noch sein N64 und LylatWars und produziert wird dieses ja auch nicht mehr. Wer sich das erste Mal in die Welt des StarFox-Teams wagt, dem wird sich eine Meisterstück offenbaren, dass auch er in 14 Jahren gerne noch mal in die Hand nehmen wird.

Schade, dass weiterhin die Kombination aus 3D-Grafik und MotionControl nicht funktioniert und auch ein RumblePack für den 3DS wäre interessant gewesen. Auch sei dahingestellt, warum man einen noch leichteren Schwierigkeitsgrad schaffen musste, aber es bleibt dabei, dass StarFox64 3D einer der Top-Titel/MustHaves für den 3DS ist.



  • Wunderschöne Optik
  • Ein zeitloser Klassiker
  • Leicht durchzuspielen, schwer zu meistern
  • 16 Planeten/Level
  • Steter Überblick über alles relevanten Dinge
  • Nett gemachte Hülle



  • Knopfsteuerung nicht optimal
  • 3D und MotionControl nicht kompatibel










  • Zusätzliche Informationen:
      
    Bilder zu StarFox 64 3D


    StarFox 64 3D - Nintendo 3DS
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