Ghost Trick Phantom Detektiv

Wer früher stirbt, ist länger tot | Nintendo DS | 05.02.2011 - 18:58:39

Genre: Simulation
Entwickler: Capcom
Verlag: Capcom
Anzahl Spieler: 1
Sprache: Deutsch
Erschienen: 14.01.2011 (Nintendo DS)
                    
   


Ghost Trick Phantom Detektiv

In Capcoms neustem Adventure-Spross seid ihr bereits zu Spielbeginn tot

Das neue Spiel von Gamedesigner Shu Takumi, dem Mastermind und Erfinder der Ace Attorney-Reihe hört auf den Namen Ghost Trick und macht bereits in den ersten Spielminuten alles anders als man es von Adventures gewöhnt ist.

Wer früher stirbt, ist länger tot
Das Spiel beginnt. Ihr seht einen toten Körper auf dem Boden. Ein Mann im roten Anzug mit einer blonden spitzen Frisur. Dieser tote Körper seid ihr.

Kurze Zeit später erfahrt ihr von Ray, einer Schreibtischlampe – wieso auch nicht –, dass ihr als Geist namens „Sissel“ bis zum Tagesanbruch weiterhin in der Welt der Lebenden verweilen dürft. Um euch dort besser zu recht zu finden, besitzt ihr die seltenen, sogenannten „Ghost Tricks“:
Ihr bewegt euch fort, indem ihr von einem leblosem Objekt zum anderen reist, eure Radius dabei ist jedoch sehr begrenzt. Diese Objekte könnt ihr durch eure Geistertricks manipulieren, so lasst ihr z.B. Regenschirme aufgehen oder Tannenbaumbeleuchtung erstrahlen.

Durch diese, auf den ersten Blick nicht sehr hilfreichen Kräfte, habt ihr eine Nacht Zeit heraus zu finden, wer euch ermordet hat. Und werdet nebenbei noch einer ganzen Reihe von Menschen durch geschicktes Manipulieren von Gegenständen das Leben retten.

Kapitel 3 – Wohnung des kleinen Mädchens
Das gesamte Spiel ist in 17 Kapitel unterteilt, wobei ihr euch in jedem Kapitel meist mit dem Tod einer ganz bestimmten Person beschäftigt. Es kommt auch gerne mal vor, dass ihr einer Figur mehr als einmal das Leben rettet, weil sie Mörder anscheinend magisch anzieht.

Zu Beginn eines jeden Kapitels beobachtet ihr für gewöhnlich das Ableben einer Person, mal durch einen Unfall, mal als geplanter Mord. Danach dürft ihr die Zeit exakt 4 Minuten zurück drehen – ein weiterer Geistertrick, echt klasse diese Fähigkeiten – und solltet nun versuchen, den in 4 Minuten eintretenden Tod zu verhindern. Geistertricks sind übrigens nur in der „Geisterwelt“ einsetzbar, eine Zwischenwelt die per Knopfdruck aktiviert wird und in der die Zeit nicht voran schreitet.

Ein Beispiel: Ein kleines Mädchen sitzt allein in ihrer Wohnung, langweilt sich, setzt sich deshalb Kopfhörer auf und kann so den nahenden Auftragskiller nicht hören. Eure erste Aufgabe sollte es also – nach dem Zeitsprung – sein, das blau-haarige Mädel daran zu hindern Musik zu hören. Dazu springt ihr über mehrere Gegenstände zu den Kopfhören, macht auf dem Weg dorthin einen Schranktür auf um euch den Weg zu anderen Objekten frei zu machen und lasst schließlich die Kopfhörer in ein darunter platziertes Aquarium fallen. Pro Gegenstand steht immer nur eine Manipulierungsmöglichkeit zur Verfügung, was linear erscheinen mag, jedoch perfekt zum Spielverlauf passt.

Durch euer Eingreifen verändert ihr so das Leben der vielen, wunderbar überzeichnetet Personen jedes Mal ein Stück mehr und gebt ihnen ein neues Schicksal.

Rotoskopie und Elektro-Sound
Technisch besticht Ghost Trick durch einen Grafikstil der durch die Technik der Rotoskopie hervorgerufen wird, ein Verfahren das auch im allerersten “Prince of Persia“ (dem Sidescroller aus dem Jahr 1989) und beispielsweise im Amiga-Klassiker „Another World“ genutzt wurde, um besonders flüssige Animationen hervorzurufen. Egal ob ein tanzender Kommissar oder ein bellender Hund, alle Animationen sind butterweich und sehr realitätsnah. Das ganze Spiel ist in einer 2D-Seitenansicht dargestellt, allerdings nutzen die auftretenden Charaktere verschiedene Ebene, die für den Spieler zuerst nicht ersichtlich sind. Man kann also nicht auf den ersten Blick erkennen ob der nahenden Polizist nun einfach von links nach rechts läuft, oder die auf dem Weg liegende Treppe hinab steigen wird.

Die oftmals treibende, elektronisch angehauchte Musik (die besonders in den letzten Sekunden vor dem Tod eines Menschen nochmal einen Zahn zulegt) ist klasse und unterstreicht das Bildschirmgeschehen optimal. Auch Soundeffekte wie die, die beim Wechseln von einem Gegenstand zum nächsten abgespielt werden, werden nie nervig, und das obwohl ihr sie hunderte von Malen anhören müsst.

Test von:
Jan B.


Ein Spiel in dem so viele Menschen sterben wie in Ghost Trick, das kann eigentlich nur ein Shooter sein! Doch dieses charmante Adventure geht mit dem Thema Tod zwar sehr witzig um, ohne jedoch je makaber zu werden. Den Charakteren sieht man an, dass sich die Spieldesigner jeden Charakterzug genau überlegt haben, um so dutzende von individuellen Personen zu schaffen, die man so schnell nicht verwechselt, geschweige denn vergisst. Die Geschichte, die im Groben eine Krimi-Story ist, wird rasant und mit vielen Storywendungen erzählt, jedoch auch mit vielen, vielen Wörtern. Aufs Lesen muss man sich definitiv gefasst machen, doch exakt das macht schließlich das Genre der Adventures aus.

Ghost Trick ist sicherlich eines der letzten innovativen und fesselnden Spiele für den sich langsam verabschiedenden Nintendo DS, deshalb kann ich nur empfehlen, diese Perle nicht zu verpassen.



  • Fesselnde, abgedrehte Mystery-Crime-Story
  • Perfekt ausgearbeitete Charaktere
  • Liebevoller, flüssiger Grafikstil



  • Für manche Spieler möglicherweise etwas zu linear
  • Manche Rätsel funktionieren nur nach Trial & Error-Prinzip










  • Zusätzliche Informationen:
      
    Bilder zu Ghost Trick Phantom Detektiv


    Ghost Trick Phantom Detektiv
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