John Daly’s Prostroke Golf

Kommt mit der Move-Steuerung die realistische Golf-Simulation ins Wohnzimmer? | Sony PS3 | 06.01.2011 - 14:59:25

Genre: Sport
Entwickler: O-Games
Verlag: F+F Distribution
Anzahl Spieler: Mehrspieler-Partien mi bis zu vier Spieler
Sprache: Deutsch
Erschienen: 03.12.2010 (PS3)
                    1. Quartal 2011 (360)
                    
   


John Daly’s Prostroke Golf
Kommt mit der Move-Steuerung die realistische Golf-Simulation ins Wohnzimmer?

Golf spiele sind sehr eigen, haben sich aber über die Jahre ebenso stark entwickelt, wie Games generell. Ich erinnere noch DOS-Versionen, bei denen man die Pixel zählen konnte, oder wie revolutionär man bei irgendeinem Tiger Woods-Titel mit dem vor und zurückbewegen der Maus einen Schlag simulierte. Dann kam die Wii und man konnte im Zimmer den Schläger schwingen, teilweise jedoch mit unbefriedigenden Ergebnissen, gerade beim Putten.

Nun kommt John Daly’s ProStroke Golf für die Playstation 3 und weckt hohe Erwartungen hinsichtlich Präzision und Präsentation.

Das Menü ist auf den ersten Moment leicht unübersichtlich, weil die auszuwählenden Menüpunkte bereits im Hintergrund sichtbar sind. Nach einer Weile ist es aber eine sehr angenehme, transparente Art ein Menü zu gestalten. Es gibt natürlich einige Möglichkeiten den eigenen Golfer zu individualisieren, auch wenn sich nicht der gleiche Umfang bietet, wie in anderen Spielen.

Worum es ja aber wirklich geht, ist das Gefühl auf dem Platz. Ihn zielt auf einen imaginären Ball, schwingt die Move und schaut dem Ball beim Fliegen zu. Soweit in der Theorie. In der Praxis werdet ihr zwar meist auch dem Ball hinterher blicken, aber gerade auf den höheren Schwierigkeitsgraden wird euch nicht gefallen, wo er hinfliegt. Der Schwierigkeitsgrad ist wirklich happig, selbst für Leute mit echter Golferfahrung. Das zeigt jedoch, wie genau die Move-Erkennung in vielen Fällen ist.

Die Frustration, die ich auf dem echten Platz erlebe, stellt das Computerprogramm nicht ab, weil es mehr verzeiht als die Realität. Meine Schläge sind auch auf der PS3 meist mit einem leichten Slice verbunden, was durchaus beeindruckend ist. Auch beim Putten bietet sich eine sehr realistische Erfahrung. Während man auf der Wii gerade bei den kurzen Putts häufig Probleme hatte, gewinnt John Daly’s Prostroke Golf den Vergleich um gleich mehrere Schlägerlängen.

Was ein wenig verwundert ist, dass man direkt zu Beginn der Karriere Herausforderungen gegen John Daly spielen kann und diese auch tatsächlich auf Anhieb gewinnen kann. Der Namesgeber in seinen sehr eigenwillig gefärbten Hosen ist ein Golfpro, den ich auf der Konsole auf Anhieb im Driving-Contest besiegen kann? Wo bleibt denn die Herausforderung mir erst die entsprechenden Stats oder die Ausrüstung zu erspielen? Leider ein Punkt, der nicht sehr ausgegoren wirkt.

Grafik:
Ein weiterer Kritikpunkt ist die grafische Darstellung. Während man auf der Wii ja von Natur aus keine HD-Grafik oder sonstige Meisterleistungen erwartet, sind die Ansprüche an die PS3 doch andere. Zwar ist neigen sich die Bäume nett im Wind und die Spieler sehen realistischer aus, als Nintendos Miis. Es bleiben jedoch viele Unsauberkeiten, beispielsweise an Schildern oder an den Spieler-Modellen selbst. Auch die Zuschauer, die in vereinzelten Gruppen am Rand stehen, wirken sehr steif und ein wenig verloren. Zudem vermisse ich einige Ballkameras.

Auch wenn es in der Realität nur schwer möglich ist, dem Ball hinterher zu fliegen, änderte dies doch nichts an der Authentizität des Spiels. In den Wiederholungen sehe ich hier insofern fast eine 1 zu 1 Wiederholung meines Schlags, den ich gerade schon betrachtet habe. Hier war mehr möglich.

Sound:
Die Vögel zwitschern, es gibt auf dem Platz angemessener Weise keine störende Musik und Kommentatoren. Leider ist der Wortschatz der Kommentatoren schnell aufgebraucht und damit auch schnell nervig. Was das Vogelgezwitscher an Atmosphäre gut macht, zerstören die immer im Anschluss ertönenden Fliegen.

Ein Golfplatz ist Natur und natürlich gibt es dort auch Fliegen, ob das Brummen von Schmeißfliegen so penetrant ist, fiel mir bisher noch nie auf und hat in dieser Regelmäßigkeit nichts in einem Golf-Spiel verloren.

Immerhin triezt und lobt einen John Daly in den Herausforderungen gegen ihn persönlich.

Test von:
Sven Schneider


Grundsätzlich würde man über ein Golfspiel wohl sagen, dass das aller wichtigste die Steuerung sei. Nun ist die Steuerung wirklich sehr gelungen und dennoch mag keine rechte Freude aufkommen. Die Lernkurve und der Fortschritt, der über die Weiterentwicklung des Charakters und Achievements in bisherigen Golf-Spielen für zusätzliche Motivation gesorgt haben, wurden hier nur mangelhaft umgesetzt.

Die Armut an Kameravarianten, die fast leblosen Statisten am Rande und die Geräusche der Schmeißfliegen wollen wenig Atmosphäre aufkommen lassen. So reicht eine gute Steuerung halt doch nicht und wir warten weiter auf eine herausragende Golf-Simulation.



  • bis dato beste Steuerung über die PS-Move
  • Selbst für Golf-Erfahrene eine Herausforderung



  • Grafisch schwach
  • Wenig Vielfalt, z.B. bei der Kamera
  • Nerviger Sound (Fliegen, wiederholende Kommentatoren)
  • wenig Langzeitmotivation










  • Zusätzliche Informationen:
      
    Bilder zu John Daly’s Prostroke Golf


    John Daly's ProStroke Golf
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