Golden Sun: Die dunkle Dämmerung

Da geht die Sonne auf! | Nintendo DS | 20.12.2010 - 14:17:45

Genre: Rollenspiele
Entwickler: Camelot Software Planning
Verlag: Nintendo
Anzahl Spieler: 1
Sprache:
Erschienen: 10.12.2010 (Nintendo DS)
                    
   


Golden Sun: Die dunkle Dämmerung
Da geht die Sonne auf
!

In unser Realität mögen 6 Jahre Unterschied zwischen Golden Sun: Die vergessene Epoche und Golden Sun: Die dunkle Dämmerung liegen, doch im Golden Sun-Universum sind es 30 lange Jahre. 30 Jahre in denen die immense Macht der Goldenen Sonne die gesamte Welt verändert hat: Neue Arten von Monstern tauchten auf, neue Kontinente entstanden und neue Länder haben sich gebildet. Und zu all dem kommen noch die mysteriösen Psy-Vortexe…

Was sich jedoch nicht verändert hat, ist das klassische Fantasy-Rollenspiel-Gameplay. Wie in den Vorgängern gilt es zusammen mit der Hilfe von Dschinns und eurer hauseigenen Magie, der Psyenergy, durch das Land Weyard zu streifen und sich den plötzlich auftauchenden, dunklen Mächten entgegenzustellen.

Die Sonne scheint wie eh und je
Isaac, der Protagonist aus dem ersten Teil, ist mittlerweile selbstverständlich auch nicht vom Alter verschont worden und mit seinen nun 47 Jahren nicht mehr der Jüngste. Deshalb schlüpft ihr in die Rolle seines Sohnes, ein Erd-Adept – so nennt man Psyenergy-Nutzer –, der durch einen Zufall mit seinen Freunden Kiara und Tyrell hinaus nach Weyard zieht um sich im Gebrauch von Psy-Energy zu üben und ganz nebenbei auch noch das Böse abzuwenden. Im Laufe der Zeit schließen sich euch weitere Adepten an, die sich auf jeweils andere Elemente spezialisiert haben und euch mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Wie bereits erwähnt, wurde das Gameplay nahezu nicht angetastet. Während eurer Reise erwarten euch immer wieder Zufallskämpfe, die sicherstellen, dass man schön stetig im Level aufsteigt um nicht später bei einem Endboss eine gnadenlose Niederlage einzustecken. Zudem wird außerhalb der Kämpfe eure begrenzte Psy-Energy häufig für kleinere und größere Rätsel bzw. Aufgaben benutzt, wie z.B. das Verschieben von Steinen oder Verbrennen von bösartigen Pflanzen in einem verzauberten Wald. Doch aufgepasst, solltet ihr nicht vorsichtig mit eurer magischen Energie haushalten, kann es sein, dass der Vorrat gerade bei einem wichtigen Rätsel erschöpft ist und ihr erst einmal einen Psy-Stein aufsuchen müsst, der den Psy-Energy Bestand wieder auffüllt.

Neben vielen rundebasierten Kämpfen könnt ihr euch allerdings auch aufs Lesen gefasst machen. Allerdings nicht im Sinne von „Du erhältst 1 Trank“, sondern vielmehr minutenlange Dialoge zwischen eurem –frei benennbaren – Charakter und anderen NPCs. Aufgelockert werden diese Gespräche durch die seltene Möglichkeit eine von 4 verschiedenen Antworttypen zu geben (Freundlich, Begeistert, Traurig oder Wütend), die jedoch keinerlei Einfluss aufs weitere Spielgeschehen haben. Manchen mag ein detaillierter Handlungsverlauf gefallen, allerdings muss man zugeben, dass viele Sätze einfach unnütze Wortkonstellationen sind, die das Spiel nur unnötig in die Länge ziehen.

Für Einsteiger und Spieler die nicht mehr alle Begriffe aus dem Golden Sun –Universum parat haben, hat der Entwickler Camelot ein praktisches Feature integriert: eine umfangreiche Golden Sun- Enzyklopädie, mit seitenlangen Erläuterungen zu den verschiedensten Begriffen die in Folge eurer Nachforschungen auftreten. Klickt einfach mit dem Touchpen auf das hervorgehobene Wort und ihr erhaltet umgehend eine Definition der Vokabel.

Diese Dschinne erfüllen keine Wünsche
Die Kämpfe laufen rundenbasiert ab und stellen klassische Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung: Kampf, Item oder Psyenergy – was gleichzusetzen mit Magie ist – und zusätzlich die Option Dschinn. Dschinne sind magische Kreaturen der 4 Elemente Wasser, Erde, Feuer und Wind und sind – neben dem allgemeinen Setting – der Punkt an dem sich das Spiel am stärksten von anderen, ähnlichen Rollenspielen wie z.B. „Dragon Quest IX“ abhebt.

Denn mit ihnen lassen sich kraftvolle Elementar-Spezialattacken auslösen oder sie erhöhen die Attribute der Kämpfer, indem sie sich mit den jeweiligen Adepten verbünden. Es gibt hunderte von Möglichkeiten die gesammelten Dschinne zu kombinieren und zielgerichtet einzusetzen. Über 70 Stück dieser Wesen sind über die Landkarte verteilt, sodass sich bei manchen Spielern schon bald ein kleiner Zwang meldet, jede Ecke der Welt zu erkunden, da sich irgendwo schließlich ein Dschinn verstecken kann.

Es gibt jedoch noch einen weiteren Grund jedes Fass und jeden Schrank zu untersuchen, da es drei Punkte im Spiel gibt, ab denen man nicht mehr in zuvor besuchte Gebiete zurückkehren kann, so genannte „Points of no Return“. Bei einem Rollenspiel natürlich eher hinderlich, da grade das ein Rollenspiel ausmacht, alles zu sammeln und mit jedem NPC zu sprechen.

Diese Sonne schien noch nie so hell
Mit „Golden Sun: Die dunkle Dämmerung“ wagt die Serie das erste Mal den Sprung in die dritte Dimension und meistert dies bravurös. Die verschiedenen Orte sind farbenfroh und schön gestaltet und besonders die Kämpfe können sich sehen lassen, denn dort werden die Charaktere mit ihren wirklichen Proportionen dargestellt, in wunderbarer 3D-Grafik, während ihr außerhalb der Kämpfe eine etwas niedlichere, kleinere Version eures Helden steuert, zu Gunsten der Übersichtlichkeit.

Soundtechnisch erwarten euch epische Melodien und sogar einige der Original-Soundeffekte aus den vorherigen zwei Teilen, beispielsweise beim Sprung von Fels zu Fels oder dem Öffnen einer Truhe.

Die Steuerung geht einfach von der Hand, das Spiel unterstützt zu jeder Zeit sowohl Tastensteuerung als auch Touch-Steuerung und mit einigen Short-Cut-Tasten habt ihr die wichtigsten Zaubersprüche immer zur Hand, was besonders bei den unterhaltsamen Rätseln nützlich ist.

Test von:
Jan B.


Golden Sun: Die dunkle Dämmerung bietet Einsteigern auf Grund einer Story die 30 Jahre nach den Geschehnissen der ersten beiden Teile angesiedelt ist, einen relativ problemlosen Einstieg in die Geschichte, die jedoch trotz allem erst spät in Fahrt kommt, was die eher unspektakulären Dialoge nur verstärken.

Fans der Serie können sich über Altbewährtes freuen und werden sicherlich von den Retro-Soundeffekten angetan sein. Innovationen gegenüber den Vorgängern sucht man leider – mit Ausnahme der überdurchschnittlichen Präsentation – vergebens, doch wurden diese schließlich auch nicht ausdrücklich gewünscht, da die Vorgänger bereits großartige Spiele waren.

Alles in allem erwartet euch ein gutes, wenn auch nicht perfektes Rollenspiel, das sowohl Einsteiger als auch Fans Spaß bereiten wird.



  • Schicke Präsentation (inkl. beeindruckender Kamerafahrten)
  • Motivierendes Dschinn-System
  • Abwechslungsreiche Orte
  • Beiliegende Weltkarte + Klassen-Erläuterungen



  • Wenig Neuerungen
  • Lange, teils ermüdende Dialoge
  • 3 „Points of no Return“










  • Zusätzliche Informationen:
      
    Bilder zu Golden Sun: Die dunkle Dämmerung


    Golden Sun: Die dunkle Dämmerung
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